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Volle Säle und starke Impulse: Digitale Welten zeigen, wie Geodaten Zukunft gestalten

Blick in den Plenarsaal des Dresdner Rathauses zum Event Digitale Welten 2026
Plenarsaal des Dresdner Rathauses  © GeoSN

Besucherrekord bei den Digitalen Welten: Knapp 230 Besucher und zehn Fachaussteller waren beim diesjährigen Fachkongress für Geoinformatik und Geodäsie im Plenarsaal des Dresdner Rathauses dabei. Auch die vier Workshops zu Punktwolken und OGC-Standards am Vortag der Fachtagung in der HTW waren mit gut 100 Interessierten mehr als ausgebucht. Die digitale Transformation ist also in vollem Gange. Und Geodaten spielen eine zentrale Rolle als Impulsgeber und Katalysator.

Eindrucksvoll startete das im Aufbau befindliche Deutsche Zentrum für Astrophysik die Tagung mit dem Blick ins All und dem Strukturwandel in der Lausitz. Zurück auf der Erde drehten sich im Laufe des Tages die Vorträge und Gesprächsrunden darum, wo überall Koordinaten, Passpunkte und Digitale Daten eine Rolle spielen. So betonte eine Expertin vom Staatsbetrieb Sachsenforst, dass Digitalisierung und Wald untrennbar zusammengehören. Die Stadt Leipzig zeigte eindrücklich, dass der Digitale Zwilling der Messestadt definitiv nicht nur ein Buzzword, sondern ein echtes digitales Werkzeug im kommunalen Kontext ist; ein Gemeinschaftswerk auf der Basis eines Geobasiszwillings für verschiedene Anwendungsfälle - von der Kitanetzplanung über Energieatlas und Parkraumanalyse bis zu öffentlichen Beteiligungsprozessen bei Quartiersentwicklung. Bei der Sachsenenergie in Dresden wird Mobile Mapping u. a. für die kommunale Wärmeplanung eingesetzt und gilt als zukunftsfähiges Tool für aktuelle Herausforderungen.

Sandra Uhlig vom GeoSN im Gespräch mit einem Workshopteilnehmer
Sandra Uhlig vom GeoSN im Gespräch mit einem Workshopteilnehmer  © GeoSN

Dass die Zukunft längst begonnen hat, demonstrieren bei den Digitalen Welten immer die Kurzvorträge aktueller Hochschulabsolventen aus Sachsen: Die Abschlussarbeiten reichen von hochkomplexen Geo-IT-Projekten mit Katasterbezug über High-Tech-Vermessung in Albanien, Drohneneinsatz bei der Unfallforschung bis zur kartenbasierten Dance-App einer Gruppe internationaler Kartographinnen und Messnetzen in Bergbaugebieten im Erzgebirge.

»Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit«, bringt es ein Zitat von Schiller auf den Punkt. Die Nachwuchsgeodäten und Geoinformatiker kamen von den sächsischen Hochschulen – TU Dresden, HTW Dresden und der TU Bergakademie Freiberg, die traditionell auch die Digitalen Welten mit ausrichten.

Organisiert wird das Event vom GDI Sachsen e.V. in Kooperation mit 6 Verbänden der Geobranche in Sachsen. Parallel zum Kongress findet eine Fachausstellung mit so bekannten Playern der GIS-Branche, wie M.O.S.S., con terra und Esri Deutschland statt. Aber auch Spezialanbieter, wie Simplex4Data, das Forschungs- und Flugerprobungszentrum AEF.aero oder Murphy Geospatial mit Bezug zum Ausbau der Halbleiterindustrie und Brückenmonitoring zeigen, was sie können. Hier geht es um neuste Entwicklungen, um Kooperation und Networking. Die Fachgespräche drehen sich um digitale Souveränität, um Datensicherheit und den Einsatz von KI.

Und als analoger Kontrapunkt zum digitalen Dialog gab es als Dankeschön für alle Referentinnen und Referenten einen exklusiven Jahreskalender des GeoSN, der vermessene Kunst zeigt. Die dazugehörige Ausstellung von Mandy Hegewald ist noch bis in den Frühling im Dienstgebäude des Landesamtes am Olbrichtplatz zu besichtigen.

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