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Tagung: Urban Data Platform

Wo steht der älteste Baum in Hamburg?

Werbung für die Tagung: Urban Data Platform – Dare to share
© GeoSN

Mit dieser und anderen konkreten Fragen »löcherten« die Teilnehmer der Tagung Urban Data Platform Hamburg – Dare to share live den UPD-Chatbot. Natürlich gab er sehr schnell die Antwort: die ca. 850 Jahre alte Eibe am Neuländer Elbdeich 198 steht im Stadtteil Harburg. Aber er »flunkerte« zusätzlich auch noch sehr plausibel weitere Details zur Geschichte des Baumes und Entstehung des historischen Parks, bei dem die Hamburger diese Eibe gepflanzt haben sollen. Nur: gehört Harburg erst seit 1937 zu Hamburg und war vorher eigenständig!

Also ein Chatbot ist definitiv eine super hilfreiche Sache für sekundenschnelles Auswerten von Geodaten und damit ein echter Unterstützer für den niederschwelligen Zugang von Fachdaten. Es bedarf jedoch immer Denkvermögens zur Beurteilung der Antworten.

Neben dem Chatbot wurden viele interessante Themen über Technologien, Daten, Modellierung sowie konkrete Anwendungsfälle und Nutzung rund um Urbane Digitale Zwillinge während der zwei Tage diskutiert, getestet und demonstriert.

Unter den ca. 200 Vertreter:innen aus Kommunen, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft waren auch Oskar Kittel, Andreas Kirchner, Dr. Stefan Wiemann und Ria Liebscher dabei. Wir konnten uns gar nicht entscheiden zwischen den mehrfach parallel angebotenen Marktplätzen oder Deep Dives.

Zwischen den Programmpunkten boten Kaffeepausen Raum für Fachgespräche und Netzwerken. In der Fishbowl-Diskussion warf Stefan Wiemann die Frage auf, ob sich die Herausforderungen für Datenplattformen in urbanen Räumen von denen in ländlich geprägten Flächenländern wie Sachsen unterscheiden. Die einhellige Antwort: Während es technisch kaum Differenzen gibt, erfordern die komplexen kommunalen Strukturen im ländlichen Raum eine deutlich intensivere Abstimmung der beteiligten Akteure.

Motiviert und mit neuen Erkenntnissen versorgt waren wir uns einig, dass Hamburg weiter ein Vorbild und Ideenpool für unseren Digitalen Zwilling Sachsen sein wird. Die Hansestadt demonstriert eindrucksvoll, wie die Transformation einer Vermessungsbehörde hin zu einer zentralen Datendrehscheibe sowie einem Geodienstleister gelingt. Integriert in eine übergreifende Digitalstrategie wird sie so zum Motor der Verwaltungsmodernisierung – ein Modell, von dem wir viel für unsere eigenen Strukturen mitnehmen können.


Ria Liebscher, Stefan Wiemann, Oskar Kittel

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