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Internationaler Besuch im GeoSN

Gruppe junger Doktoranden vom Institut der Universität der Vereinten Nationen für integriertes Stoffstrom- und Ressourcenmanagement UNU-Flores
© GeoSN

Nepal, Kasachstan, Südkorea, Sierra Leone, Tschechien, Äthiopien und Südafrika – was für die einen nach Weltreise klingt, ist für andere internationale Spitzenforschung Made in Dresden. Hier – nämlich am Institut der Universität der Vereinten Nationen für integriertes Stoffstrom- und Ressourcenmanagement UNU-Flores analysieren und bearbeiten junge Wissenschaftler aus aller Welt globale Themen, wie Ressourceneffizienz, Landnutzung, Klimaanpassung, digitale Transformation und nachhaltiges Management. Eben diese aktuellen Fragestellungen verbinden sie auch mit dem GeoSN, das kürzlich Gastgeber für eine Gruppe junger Doktoranden und deren Professorin und UNU-Flores Head of Programme, Serena Coetzee war. Im Gespräch zwischen GIS-Experten und Geo-Profis aus Sachsen und der Welt ging es ganz konkret darum, wie sich Geodaten, beispielsweise die digitalen Anwendungen im Geoportal Sachsenatlas für internationalen Research nutzen lassen und wie der Digitale Zwilling Sachsen möglicherweise als Modell für andere großräumige urbane digitale Zwillinge dienen könnte. Anknüpfungspunkte gibt es jedenfalls unzählige, wo sich interessierte und wissbegierige Menschen aus der Geobranche austauschen können.

Vertragsunterzeichnung durch GeoSN-Präsident Ronny Zienert und der Direktorin von UNU-Flores, Edeltraut Günther  bei der Dresden Nexus Conference
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Ihren Anfang nahm diese zukunftsträchtige Kooperation bereits im April diesen Jahres bei der hochkarätig besetzten Dresden Nexus Konferenz. In diesem feierlichen Rahmen – geprägt von Innovation und Internationalität – unterzeichneten GeoSN-Präsident Ronny Zienert und die Direktorin von UNU-Flores, Edeltraut Günther eine Vereinbarung, die die beiden Institutionen verpflichtet, gemeinsam praxisrelevante und interdisziplinäre Forschung im GIS-Kontext zu fördern sowie Projekte voranzutreiben, die eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung zukunftsfähiger Geodäsie-Methoden einnehmen.

Mit dem jüngsten Fachtreffen im GeoSN fand dieses formale Vorhaben nun eine Fortsetzung auf ganz praktischer Ebene. Neben einem Einblick in die Aufgaben des GeoSN erhielten die internationalen Wissenschaftler auch eine Führung durch das historische Gebäude am Olbrichtplatz und erfuhren von unserem Kollegen Rainer Nitzsche einiges über die Geschichte der sächsischen Vermessungsverwaltung und deren Verortung in der Dresdner Albertstadt. Im Gespräch ging es dann sehr detailliert um Karten und Koordinaten, um GIS, Georeferenzierung und die Perspektiven digitaler Geo-Zwillinge.

Sagnik Mukherjee (GeoSN) im Gespräch mit dem Besuch von UNU-Flores
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Wir sind gespannt, was sich demnächst an konkreten Studien oder akademischem Austausch daraus entwickelt. Unsere Türen im GeoSN stehen auf jeden Fall offen, für Wissenschaftler aus aller Welt, die mit ihrer Expertise hier in Dresden verortet sind und die mit sächsischen Geobasisdaten internationale Forschung betreiben. Gleichwohl schafft die Kooperation mit UNU-Flores Möglichkeiten für unsere eigenen Kollegen, wie Sagnik Mukherjee, ihr Know-how in Kartographie und Geomatik im internationalen Kontext anzuwenden. So geht Globalisierung – ganz konkret und auf höchstem wissenschaftlichen Niveau.

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