Teenies, Tablets, Zukunftspläne
Wie Jugendliche mit GIS die Lausitz von morgen gestalten
Wie können digitale Karten die Attraktivität der Lausitz für junge Menschen steigern? Ganz einfach – indem Schülerinnen und Schüler ihre Wünsche an den Standort in einer Umfrage formulieren, damit konkrete Daten erheben und sich diese Bedarfe dann direkt auf einer topographischen Karte, also mit Ortsbezug darstellen lassen. Klingt nach Zukunft – ist längst Realität.
Bei der Frühschicht der Sächsische Agentur für Strukturentwicklung in Weißwasser am 21. Mai 2026 konnten geointeressierte Jugendliche genau das ausprobieren und am Ende damit sogar eine Oberbürgermeisterin beeindrucken. Denn wie erfährt man sonst, was sich die Teenies so wünschen, was ihnen fehlt, wo sie vielleicht auch gerne selbst mit anpacken möchten?
Beim Workshop zur GeoSN-SchulApp – einer von insgesamt zehn zu verschiedensten Zukunftsthemen - haben unsere Kolleginnen, Kaja Standfuß vom GeoSN und Jacqueline Seifert von Esri Deutschland gemeinsam mit einer Gruppe jugendlicher Geo-Fans Ideen für eine zukunftsfähige Lausitz gesammelt und daraus eine Map gebaut. Die Themen, mit denen sich die 13- bis 17-Jährigen beschäftigten, reichten vom Schulalltag über Freizeitangebote bis zu Mobilität. Die Umfrage, die die Kids erstellten, fragte dabei konkret, was ihnen fehlt: egal ob eine Busverbindung, ein Kino oder mehr digitale Geräte im Klassenzimmer, in Sachsen oder Brandenburg. Bei der Präsentation im historischen Saal des ehemaligen Glaswerks Weißwasser konnten dann direkt 180 weitere Teenies aus der Lausitz per QR-Code mitmachen und ihre Stimme für ihre Lausitz einsetzen.
Eben das ist das Motto der SAS-Frühschicht. Ein großartiges Format für Zukunftsenthusiasten, Möglichmacher und Fans neuer Technologien. Das GeoSN war bereits zum dritten Mal bei der SAS-Frühschicht dabei – nach Hoyerswerda und Leipzig nun also in Weißwasser. Die GeoSNSchulApp ist dabei das perfekte Tool für einen Workshop mit Jugendlichen. Und selbstverständlich führen diesen dann auch junge Kollegen durch: Kaja Standfuß hat erst vor zwei Jahren ihre Ausbildung zur Geomatikerin bei uns abgeschlossen und Jaqueline Seifert hat im Frühling ihre Bachelorarbeit an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden verteidigt und ist jetzt Trainee. Außerdem brachte sie in Weißwasser Lokalkompetenz für die Lausitz mit, da sie ursprünglich aus Niesky kommt. Die Begeisterung, die die beiden Geomatikerinnen für ihren Job, neue Technologien und zukunftsfähige Ideen mitbringen, ließ auch gestern wieder den Funken überspringen – definitiv für eine volle Frühschicht, vielleicht sogar für ein ganzes Berufsleben in Geodäsie oder Geo-IT.
"Ich fand's großartig zu sehen, dass man auch als junger Mensch, wirklich etwas bewegen kann", sagte eine der Teilnehmerinnen als Fazit.
Das beste an Teenie-Projekten – die jubelnde Fanbase! Das ist auch für alle, die ein bisschen älter sind ein super Motivationsbooster und ein Go für die nächste Frühschicht.