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GeoSN-Präsident Zienert besucht die Kollegen im Außendienst

GeoSN-Präsident Ronny Zienert,  Andreas Koch (Ref. 33), Rolf Ortgieß (Ref. 33) und Bernd Augsburg (Ref. 33) [v. l. n. r.] beim Versetzen des Grenzsteins
GeoSN-Präsident Ronny Zienert, Andreas Koch (Ref. 33), Rolf Ortgieß (Ref. 33) und Bernd Augsburg (Ref. 33) [v. l. n. r.]  © GeoSN

Dass im GeoSN viele Arbeiten durch Mausklicks am Rechner getätigt werden, ist vielen Bediensteten im Haus durch ihr eigenes Tun voll gegenwärtig. Aber welche handfesten Tätigkeiten es im Außendienst zu tun gibt, davon konnte sich GeoSN-Präsident Ronny Zienert am 23. Oktober live und in Farbe vergewissern – auch wenn das Wetter eher grau, nieselig und bewölkt war. Spannend war es trotzdem.

Das Team, das im GeoSN mit der der Bundesaußengrenze zur Tschechischen Republik befasst ist, sitzt im Referat 33. Ende Oktober fuhren sie raus, um in Ebersbach, in der Oberlausitz einen Grenzstein zu versetzen. Doch halt: darf man denn das? Werden da nicht Grenzen verschoben und bewirken Verstimmungen zwischen den Ländern? Man darf, erfuhr der Präsident von den Fachleuten aus Referat 33, die ihm dazu ausführlich das hoheitliche »Prozedere« an der Staatsgrenze, hier im Grenzabschnitt III, erläuterten.

Was genau war zu tun: Es galt, einen Grenzstein im Uferbereich eines Gewässers auf eine sicherere Stelle zu versetzen, die nicht vom Hochwasser gefährdet ist. Eben das hatten die  Koordinatoren der Ständigen Deutsch-Tschechischen Grenzkommission im Vorfeld der Maßnahme formal vereinbart. Somit konnten die neuen Koordinaten vorher im Innendienst berechnet und von unserem Präsidenten bei seinem Außeneinsatz persönlich mit dem neuen Feldrechner Trimble TDC 6 abgesteckt werden. Dann konnte es losgehen, und das Loch für die Vermarkung des Grenzsteines wurde geschaufelt. Zuvor war der alte Grenzstein schon freigelegt und mittels Seilen zu der neu zu vermarkenden Stelle gezogen worden.

Rolf Ortgieß, Andreas Koch und Christian Teichmann (alle Referat 33) und GeoSN-Präsident Ronny Zienert [v. l. n. r.]
Rolf Ortgieß, Andreas Koch und Christian Teichmann (alle Referat 33) und GeoSN-Präsident Ronny Zienert [v. l. n. r.]  © GeoSN

Nachdem das Loch gegraben war, wurde auf die neu berechnete Koordinate zunächst die unterirdische Vermarkung eingebracht. Danach wurde der Stein gesetzt und die Absteckung kontrolliert und dokumentiert. Die Koordinaten fließen in das Grenzurkundenwerk ein und werden beim nächsten Treffen Ende November mit den tschechischen Kollegen final abgestimmt und ausgetauscht.

Dann hieß es, sich nach der körperlich erschwerten Tätigkeit im Außendienst zu stärken, und so wurde mit dem Team ein Imbiss mit Sitzgelegenheit und auch sanitärer Einrichtung inkl. Gelegenheit zum Händewaschen angesteuert. Ja, auch das sind Dinge, die bei der Tätigkeit draußen zu berücksichtigen sind. Ebenso wie der Arbeitsschutz im Außendienst und die persönliche Schutzausrüstung – hier war Zeit beim Mittagessen, um ausführlich ins Gespräch zu kommen.

Bernd Augsburg (Ref. 33), GeoSN-Präsident Ronny Zienert und  Andreas Koch (Ref. 33) [v. l. n. r.]
Bernd Augsburg (Ref. 33), GeoSN-Präsident Ronny Zienert und Andreas Koch (Ref. 33) [v. l. n. r.]  © GeoSN

Nach der Mittagspause bestand Gelegenheit, um Präsident Zienert weitere Punkte im Grenzabschnitt III zu zeigen, deren Pflege mit hohem Zeitaufwand verbunden ist. So erfuhr er, inwieweit das GeoSN-Team 33/Grenze bei einem Brückenbau über einen Grenzwasserlauf involviert ist, wie eine Grenzgewässervermessung vonstatten geht und welchen Zweck sie verfolgt. Anhand von Unterlagen sowie in der Örtlichkeit wurde ihm gezeigt, wie eine Grenzstraße verläuft und was der Unterschied zwischen einer direkt und indirekt verlaufenden Staatsgrenze ist.

Ganz besonders erfreut waren die Kollegen von Referat 33 über das Feedback von Herrn Zienert, der betonte, wie interessant der Tag im Außendienst war und dass es obendrein noch Spaß gemacht hat. Nach seiner Meinung sollte die Wahrnehmung dieser wichtigen Aufgabe durch »die 33« noch bekannter werden. Auch aus diesem Grund wurde der Beitrag geschrieben.

Und vielen Dank an den Kollegen Ortgieß für die ausführliche Schilderung des Außeneinsatzes.

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