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Hausbesuch statt Hausleitung

GeoSN-Präsident praktiziert Perspektivwechsel im Sozialen Bereich

 GeoSN-Präsident Ronny Zienert, Präsident der Landesdirektion Sachsen Béla Bélafi und eine Pflegekraft der Sozialstation Freital der Diakonie Dresden
© Landesdirektion Sachsen

Vom Schreibtisch direkt in den Pflegealltag: Im Rahmen der Aktion »Perspektivwechsel« besuchte GeoSN-Präsident Ronny Zienert Ende Mai die Sozialstation Freital der Diakonie Dresden.

Statt Akten und Besprechungen standen für den Präsidenten an diesem Tag Hausbesuche auf dem Programm. Gemeinsam mit einer Pflegefachkraft begleitete er die Versorgung pflegebedürftiger Menschen in ihrem häuslichen Umfeld. Dabei erlebte er aus nächster Nähe, wie abwechslungsreich, verantwortungsvoll und anspruchsvoll die ambulante Pflege ist.

Für Zienert war der Besuch zugleich eine Reise in die eigene Vergangenheit: Bereits 1993 absolvierte er seinen Zivildienst in der Diakonie-Sozialstation Freital.

Beim anschließenden Austausch mit den Leiterinnen der Altenhilfe, Kathrin Engel und Christin Großmann, standen die aktuellen Herausforderungen der Branche im Mittelpunkt. Themen waren unter anderem der anhaltende Fachkräftemangel, der hohe Aufwand für Dokumentation und Bürokratie sowie die angespannte Finanzierungssituation, die den zeitlichen Spielraum für die Versorgung der Patientinnen und Patienten zunehmend einschränkt.

Der Perspektivwechsel bot damit nicht nur Einblicke in den Pflegealltag, sondern auch Raum für einen offenen Dialog über die Rahmenbedingungen, die gute Pflege heute und in Zukunft ermöglichen.

Auch Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen, beteiligte sich an der Aktion in der Diakonie-Sozialstation Freital. Beide hatten bereits in ihrer Jugend gemeinsam im Sozialen Bereich gewirkt.

Das Programm Perspektivwechsel ermöglicht Behördenleitern, Politikern und Führungskräften einen Blick hinter die Kulissen. Ziel ist es, Entscheidungen stärker an den Erfahrungen der Menschen auszurichten, die soziale Arbeit jeden Tag praktisch gestalten.

Und obwohl das GeoSN eine eher technische Behörde ist, die zumindest offensichtlich wenig Bezug zum Sozialen hat, hat das Thema Inklusion einen hohen Stellenwert. Bewusst beschäftigt die sächsische Vermessungsverwaltung Menschen mit Behinderung und integriert diese in die üblichen Arbeitsabläufe im Amt. Um das für alle gut umzusetzen, helfen solche Perspektivwechsel.

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