Geodaten bieten smarte Lösungen für Sachsens Zukunft
Was sind eigentlich smarte Städte und Regionen – und welche Rolle spielt dabei das GeoSN?
Wie können sächsische Städte und Regionen auf demografischen Wandel, Fachkräftemangel und Klimawandel mit konkreten, praxistauglichen Lösungen reagieren? Und wie gelingt es, erfolgreiche Beispiele schneller in die Breite zu tragen?
Diesen Fragen widmete sich am 16. April 2026 das Innovationsforum »Smarte Städte und Regionen«. Erstmals wurde die Veranstaltung gemeinsam vom simul⁺InnovationHub des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung und der Innovationsplattform futureSAX organisiert.
Ziel war es, die Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zu bündeln und so praxisnahe Einblicke, neue Innovationsimpulse sowie Kooperationen zu fördern.
Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar begrüßte die Teilnehmer und erklärte in Ihrem Grußwort: »Unsere Städte und Regionen stehen permanent vor großen Aufgaben: Der demografische Wandel – verbunden mit dem Fachkräftemangel – ist in manchen Orten schon deutlich zu spüren, geringe finanzielle Spielräume erfordern Mut, kluge Entscheidungen und entschlossenes Handeln. Genau das brauchen die Menschen – beispielsweise bei der Mobilität, der medizinischen Versorgung oder dem Zugang zu Dienstleistungen. Deshalb geht es jetzt darum, gute Lösungen zügig in die Fläche zu bringen.
Beim Innovationsforum in Chemnitz bringen wir dafür die richtigen Akteure mit den richtigen Ideen zusammen. Nicht jede Kommune muss Modellprojekt sein – aber jede kann von den Erfahrungen anderer lernen.«
Ronny Zienert, Präsident des GeoSN, stellte in seinem Vortrag den Digitalen Zwilling vor. Er verdeutlichte, dass 3D-Geodaten nicht nur die Qualität von Planungsprozessen verbessern, sondern diese auch für Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung sowie Fachleute verständlicher machen. So wird aus Fachwissen zugängliches Wissen, aus Facherfahrung nachvollziehbare Erfahrung und aus Fachplanung transparente Planung.
Am Stand des GeoSN tauschten sich Stefan Wiemann und Andreas Hergert unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern sächsischer Kommunen aus. Dabei erläuterten sie konkrete Anwendungsfälle für den Digitalen Zwilling und die GeoBaK und identifizierten Anknüpfungspunkte zu Smart-City-Projekten im Freistaat Sachsen.
Zudem wurde deutlich, dass die vielfältigen Angebote des GeoSN noch nicht überall bekannt sind. Dabei sollten Sachsens Behörden auf Landesebene und ebenso auf kommunaler Ebene unbedingt davon wissen. Die Gespräche im Rahmen des Innovationsforums und am GeoSN-Stand lieferten daher zahlreiche wertvolle Impulse und Kontakte, etwa zu Themen wie barrierefreier Zugang zu Geoinformationen, Aufbau mandantenfähiger Informationsportale sowie Herausforderungen bei der Georeferenzierung von Geodaten.