Aus einem Projekt wird jetzt echte Praxis.
Anfang Juli 2026 war für uns erstmal Schluss. Zumindest offiziell.
Nach vielen Monaten Arbeit, Diskussionen, Testen, Verwerfen und nochmal neu Denken war ein wichtiger Punkt erreicht.
Aber das eigentliche Ziel war nie, ein Projekt abzuschließen oder ein Konzept ins Regal zu stellen.
Das Ziel war, etwas aufzubauen, das in der Praxis funktioniert.
Und genau das passiert jetzt.
Ab 1. Oktober startet die Gebietstopographie in ganz Sachsen in den Regelbetrieb.
Worum geht es?
Sachsen verändert sich jeden Tag. Neue Straßen entstehen, Flächen werden anders genutzt, Anlagen kommen hinzu, andere verschwinden.
Und wenn sich die Realität verändert, müssen sich auch unsere amtlichen Geobasisdaten verändern.
Klingt eigentlich logisch. Dahinter steckt aber einiges an Arbeit.
Denn nicht jede Veränderung lässt sich aus einem Luftbild erkennen oder kommt automatisch beim GeoSN an. Viel Wissen ist schon da, vor Ort, in den Landkreisen und kreisfreien Städten, bei Behörden, Gemeinden und regionalen Ansprechpartnern.
Genau dieses Wissen wollen wir besser nutzen.
Gemeinsam mit Dresden, Mittelsachsen und dem Vogtlandkreis haben wir deshalb ausprobiert, wie Gebietstopographie unter echten Bedingungen funktionieren kann. Nicht nur theoretisch. Mit echten Daten, echten Informationsquellen und natürlich auch mit Problemen, die man vorher nicht auf dem Zettel hatte.
Und wir haben gesehen: es funktioniert.
Jetzt gehen wir von drei Pilotgebieten auf ganz Sachsen.
Mit Gebietstopographinnen und Gebietstopographen vor Ort, klaren Informationswegen und einer engen Zusammenarbeit zwischen den unteren Vermessungsbehörden und dem GeoSN.
Und an dieser Stelle auch einfach mal: Danke!
Danke an alle Kolleginnen und Kollegen, die an diesem Projekt mitgearbeitet, getestet, kritisch hinterfragt, Ideen eingebracht und uns unterstützt haben. Und natürlich ein besonderer Dank an unsere Pilotämter, die bereit waren, das Ganze mit uns in der Praxis auszuprobieren.
Ohne diese Zusammenarbeit wären wir heute nicht an diesem Punkt.
Darauf können wir nach der Projektphase schon ein bisschen stolz sein.
Jetzt kommt der nächste Schritt: Was wir gemeinsam entwickelt und erprobt haben, bringen wir ab Oktober in den landesweiten Betrieb.
Und darauf freue ich mich besonders.
Denn am Ende zählt nicht, wie gut ein Konzept auf Papier aussieht.
Am Ende zählt, wie gut unsere Geobasisdaten die Realität in Sachsen abbilden.
Und dafür übernehmen wir gemeinsam Verantwortung.