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Besichtigung der gemeinsamen Staatsgrenze durch die Koordinatoren der BRD und der Tschechischen Republik

Frau M.Sc. Andrea Poch vom GeoSN und Herr Ing. Jan Zvěřina vom tschechischen Innenministerium im Grenzabschnitt X in Cínovec
Frau M.Sc. Andrea Poch vom GeoSN und Herr Ing. Jan Zvěřina vom tschechischen Innenministerium im Grenzabschnitt X in Cínovec  © GeoSN

Die 28. gemeinsame Besichtigung entlang der deutsch-tschechischen Staatsgrenze in einem Teil des Freistaates Sachsen wurde in der Zeit vom 25. bis 27. August 2026 durchgeführt. 

Da die Planung der gemeinsamen Besichtigung jährlich wechselt, wurde die diesjährige von den tschechischen Kollegen des Innenministeriums der Tschechischen Republik organisiert und vorbereitet.

Somit hat sich der tschechische Koordinator, Ing. Jan Zvěřina, mit der stellvertretenden Koordinatorin des Freistaates Sachsen, Frau M.Sc. Andrea Poch vom GeoSN, sowie den jeweiligen Experten der Länder und ihren Dolmetschern im Vogtland am Grenzübergang Ebmath – Hranice, im Grenzabschnitt (GA) XXIII getroffen.

Unweit des Treffpunktes befand sich der erste Besichtigungspunkt im GA XXIII an den Grenzzeichen 7/14 und 7/15. Dort wurde die Fertigstellung eines Rad- und Wanderweges besichtigt. Eine Überprüfung der Grenzzeichen am grenzüberschreitenden Radweg ergab, dass diese während der Bauphase nicht beschädigt und verändert wurden.

v.l.n.r. Herr Ing. Zdeněk Kurečka vom tsch. Vermessungsamt, Herr Ing. Jan Zvěřina vom tsch. Innenministerium, Frau M.Sc. Andrea Poch vom GeoSN, Herr Jan Klofáč (Dolmetscher), Herr Mgr. Milan Plaček vom tsch. Innenministerium und Herr B.Eng. Andreas Koch v
v.l.n.r. Herr Ing. Zdeněk Kurečka vom tsch. Vermessungsamt, Herr Ing. Jan Zvěřina vom tsch. Innenministerium, Frau M.Sc. Andrea Poch vom GeoSN, Herr Jan Klofáč (Dolmetscher), Herr Mgr. Milan Plaček vom tsch. Innenministerium und Herr B.Eng. Andreas Koch vom GeoSN im Grenzabschnitt XVI in Loučná pod Klínovcem  © GeoSN

Danach ging es im Konvoi in den GA XXII in der Nähe von Bad Brambach wo auf tschechischer Seite in Grenznähe ein Staubecken errichtet wird. Dies ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Es ist weiterhin darauf zu achten, dass eine Erkennbarkeit des Verlaufs der Staatsgrenze sowie der Vermarkung der Grenzzeichen nicht beeinträchtig wird.

Nach dem Mittagessen fuhr der Tross an Vermessern ins Erzgebirge nach Oberwiesenthal in den Grenzabschnitt XVI. Dort wurden drei Besichtigungspunkte angefahren. Zum einen wurde der Bau einer Brücke besichtigt, wo die beiden Grenzzeichen vorübergehend entfernt und auf der Baustelle sicher gelagert werden, dann eine Stelle wo es im Bereich des Grenzzeichens 8/10 C zu einer Unterspülung des Ufers des Grenzwasserlaufs Pöhlbach kam, so dass das Grenzzeichen umgestürzt vorgefunden wurde. Dieses wird nun vom GeoSN an eine sichere Stelle eingesetzt und koordinatenmäßig neu bestimmt.

h.R.v.l Herr Jan Klofáč (Dolmetscher), Herr Ing. Zdeněk Kurečka vom tsch. Vermessungsamt und Frau Ing. Hana Koblížková vom Staatsbetrieb Einzugsgebiet Eger v.R.v.l. Herr Ing. Jan Zvěřina vom tsch. Innenministerium, Herr Rolf Ortgieß vom GeoSN und Herr Mgr
h.R.v.l Herr Jan Klofáč (Dolmetscher), Herr Ing. Zdeněk Kurečka vom tsch. Vermessungsamt und Frau Ing. Hana Koblížková vom Staatsbetrieb Einzugsgebiet Eger v.R.v.l. Herr Ing. Jan Zvěřina vom tsch. Innenministerium, Herr Rolf Ortgieß vom GeoSN und Herr Mgr. Milan Plaček vom tsch. Innenministerium im Grenzabschnitt XVI in České Hamry  © GeoSN

Zum Abschluss des Tages wurde noch die Instandsetzung einer Stützmauer auf tschechischer Seite begutachtet und verglichen, ob sich die Mittellinie des Grenzwasserwasserlaufs Pöhlbach zu der vorliegenden aus dem Grenzurkundenwerk verändert hat. Dies konnte aufgrund einer durchgeführten Kontrollmessung widerlegt werden.

Und somit konnten alle Beteiligten zufrieden die Fahrt ins Hotel nach Chomutov aufnehmen.

Am zweiten Tag war erst einmal nichts mit schönem Wetter, denn die Teilnehmer der diesjährigen Besichtigung bekamen Wind und Regen, also die Wetterkapriolen des Osterzgebirges, hautnah zu spüren.

v.l.nr. Herr Ing. Zdeněk Kurečka vom tsch. Vermessungsamt, Herr Ing. Jan Zvěřina vom tsch. Innenministerium und Frau M.Sc. Andrea Poch vom GeoSN im Grenzabschnitt XVI in Loučná pod Klínovcem
v.l.nr. Herr Ing. Zdeněk Kurečka vom tsch. Vermessungsamt, Herr Ing. Jan Zvěřina vom tsch. Innenministerium und Frau M.Sc. Andrea Poch vom GeoSN im Grenzabschnitt XVI in Loučná pod Klínovcem  © GeoSN

Nichtsdestotrotz wurde der Besichtigungspunkt im GA VIII in der Nähe von Petrovice am Grenzwasserlauf Loschebach angesteuert, wo die Koordinatoren feststellten, dass das ehemalige Staubecken Hladov auf tschechischer Seite und deren Sanierung weder Auswirkungen auf die Vermarkung noch auf den Verlauf der Staatsgrenze in diesem Bereich zwischen den Grenzzeichen 25/21 C und 25/25 C hat. Des Weiteren wurde noch ein Bereich am Grenzzeichen 25/2 D besichtigt, wo die Sanierung eines Verteilungsbeckens am Grenzwasserlauf für das Staubecken vorgesehen ist.

Von Petrovice ging es am böhmischen Kamm entlang nach Cínovec. Die Mitfahrer in den Autos konnten die wunderschöne Landschaft und den Ausblick genießen, auch wenn während der Fahrt dienstliche Belange besprochen wurden.

Im GA X angekommen, konnte der Besichtigungspunkt für die Koordinatoren abgeschlossen werden, da von den Eigentümern der Rückbau der im Grenzstreifen hineinragenden Mauer veranlasst wurde.

Am Nachmittag wurde noch in den GA XIII nach Deutschneudorf und Olbernhau gefahren wo zum einen Baumaßnahmen am Grenzwasserlauf Schweinitz (Stützmauern) geplant sind und zum anderen wurde die Fertigstellung der Brücke Olbernhau – Brandov über den Grenzwasserlauf Natzschung besichtigt, wo mit den dazugekommenen tschechischen Außendienstkollegen die Stellen für die Wiedereinbringung der Grenzzeichen 9 D und 10 C festgelegt worden sind.

Am dritten und letzten Tag wurde die Niederschrift verfasst, übersetzt, fachlich und sprachlich verfeinert, so dass die beiden Dolmetscher die Übersetzung der jeweiligen Ausfertigung kontrollierten. Danach wurde die Niederschrift als abschließender Akt des Treffens von den beiden Koordinatoren unterzeichnet.

Abschließend sprachen die Koordinatoren Ihren Dank an die Organisation und Vorbereitung des Treffens sowie an die Kollegen im Außendienst für ihre unermüdliche Arbeit an der Staatsgrenze aus.

Nach Rückkehr in unseren GeoSN standen 675 km im Fahrtenbuch.

Autor: Rolf Ortgieß, GeoSN, Referat 33

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