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Messen. Scannen. Staunen.

Aktionstag Geodäsie in Kamenz begeistert Jugendliche für Vermessung und Geodaten

Mädchen am Vermessungsgerät
© GeoSN

Wie wird eigentlich die Welt vermessen? Wie entstehen Koordinaten, digitale Karten, präzise Navigationssysteme oder moderne 3D-Modelle von Städten und Landschaften? Antworten auf diese Fragen gab es für mehr als 100 Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 11 beim zweiten Aktionstag Geodäsie am 1. Juli in Kamenz. Nach der Premiere im vergangenen Jahr in Dresden war die Lessingstadt im Osten Sachsens in diesem Jahr Austragungsort der Veranstaltung. Auf dem Gelände vor dem Vermessungs- und Flurneuordnungsamt des Landkreises Bautzen bekamen die Schüler umfassende Einblicke in ein modernes und vielseitiges Berufsfeld zwischen Vermessung, Geodaten, Laserscanning, Drohnentechnik und 3D-Modellen.

An insgesamt 21 interaktiven Stationen – betreut u. a. von Beschäftigten des Landesamtes für Geobasisinformation und der unteren Vermessungsbehörde sowie externen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung – konnten die Kids etwa mittels Tachymeter die Höhe eines Objektes ermitteln, historische und digitale Katasterunterlagen miteinander vergleichen oder das Geoportal Sachsenatlas kennenlernen.

Staatssekretär Sören Trillenberg begrüßt die Schülerinnen und Schüler
© GeoSN

»Es war wirklich ein super spannender Tag. Zwar fing es mit sehr nassem Wetter an, aber nach dem Mittag wurde es richtig schön und sonnig. Die meisten Standbetreuer sahen den Regen sogar positiv, da sich die Jugendlichen immer unter den Pavillons versammelten, um nicht nass zu werden und so alle Informationen gut mitbekamen«, freut sich Mandy Noack, Pressesprecherin am Landratsamt Bautzen und eine der Organisatorinnen.

Draußen, digital dreidimensional – die Geodäsie ist definitiv eine Branche mit Zukunft. Das betont auch Staatssekretär Sören Trillenberg vom Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung in seiner Eröffnungsansprache: »Geodäsie liefert Daten und Grundlagen für Bauvorhaben, Verkehrswege, Klimaschutz, Digitalisierung und moderne Verwaltung. Wer die Zukunft gestalten will, braucht Menschen, die präzise messen, analysieren und planen können. Der Aktionstag zeigt jungen Menschen, wie spannend und vielfältig diese Aufgaben sind – und welche beruflichen Perspektiven sich daraus ergeben. Ich freue mich sehr über das große Interesse und die vielen Teilnehmer.«

Schülerinnen und Schüler beim Maxi-Memory
© GeoSN

Und Dr. Romy Reinisch, Beigeordnete des Landkreises Bautzen, ergänzt: »Mit dem Aktionstag für Geodäsie rückt in Kamenz ein Berufsfeld in den Blick, das moderner und vielseitiger ist, als viele vermuten. Das ist auch für den Landkreis Bautzen wichtig, denn unser Vermessungs- und Flurneuordnungsamt ist in diesem Bereich tätig und bildet auch selbst aus.«

Auch das GeoSN war u.a. mit einem Stand zu Studien- und Berufsberatung im Kontext Geodäsie und Geomatik vor Ort. Mit einem Maxi-Memory konnten interessierte Schüler die verschiedenen Themenfelder sowie Ausbildungsinhalte kennenlernen und mit ehemaligen Azubis des GeoSN bzw. aktuellen Vermessungsreferendaren und Oberinspektoranwärtern ins Gespräch kommen.

Außerdem punktete das GeoSN mit klassischer Vermessung am Messbus mit Tachymeter und Fluchtstange sowie einem Deepdive zu digitalen Karten und GIS-Systemen.

Die Organisation des diesjährigen Aktionstags, die beim SMIL in Kooperation mit dem Landkreis Bautzen lag unterstützte das GeoSN mit einem Fachvortrag zum Digitalen Zwilling Deutschland, mit Drucksachen für Pavillons und Stände sowie einer Handvoll Guides, die die Schülergruppen von Station zu Station begleiteten und unterwegs noch die eine oder andere Fachfrage beantworten konnten.

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